Zwischen Kreativität und KI: Die Hochschule Heilbronn verbindet Kunst und Technologie

In einer beeindruckenden Symbiose aus Kunst und Künstlicher Intelligenz (KI) fand am Campus Sontheim der Hochschule Heilbronn die Vernissage “HochschulART” statt. Die Ausstellung, die sich dem Roman “Klara und die Sonne” von Kazuo Ishiguro widmet, ist das Ergebnis einer einzigartigen Zusammenarbeit zwischen der Hochschule und dem Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium.

Von Robert Mucha, Foto: HHN

Im Zentrum der Veranstaltung standen die beeindruckenden Kunstwerke der Schüler*innen der siebten Klasse des Gymnasiums sowie der Studierenden und Mitarbeitenden der Hochschule. Sie interpretierten ausgewählte Szenen aus Ishiguros Roman künstlerisch neu und schufen damit ein Kaleidoskop an Emotionen und Perspektiven.

Die junge Abby Pinta Valencia, Schülerin des Elly-Heuss-Knapp-Gymnasiums, zog mit ihrem Werk „2. Josie“ besondere Aufmerksamkeit auf sich. In ihrem Bild, das eine Schlüsselszene aus dem Roman darstellt, experimentierte sie mutig mit Farben und Perspektiven. „Diese Kooperation war eine inspirierende Erfahrung“, so Abby.

Ebenso bemerkenswert war das Werk von Alisa Munz, einer Studentin der Hochschule Heilbronn. Ihr Bild „Schutz vor Capaldi“ fängt einen emotionalen Moment des Romans ein, in dem die Existenz der Protagonistin Klara bedroht scheint. „Es war eine Herausforderung, diese Szene zu visualisieren“, erklärte Munz.

Ein besonderes Highlight der Vernissage war der Vortrag des Kunsthistorikers Dr. Bernhard Stumpfhaus zum Thema “Vom Menschen zur Maschine: Was soll Kunst heute noch?”. Seine Ausführungen über den Einfluss der KI auf die Kunst regten zu tiefgründigen Diskussionen an.

Ein innovatives Element der Ausstellung war der von “mai.bot” entwickelte Sprachbot, der den Besucher*innen ermöglichte, interaktiv mit dem Thema des Romans zu interagieren.

Die Ausstellung, die bis zum 15. Mai 2024 am Campus Sontheim besucht werden kann, ist Teil des preisgekrönten Projekts „Eine Uni – ein Buch“. Dieses von der Hochschule Heilbronn initiierte Projekt bringt unterschiedlichste Gruppen zusammen, um sich über den Roman auszutauschen und über die Rolle der KI in unserer Gesellschaft nachzudenken.

Prorektor Ulrich Brecht betonte die Bedeutung des Projekts: „Es ist faszinierend zu sehen, wie ein Roman, der sich mit nicht-technischen Aspekten von KI beschäftigt, so vielfältige und kreative Reaktionen hervorruft. Diese Ausstellung ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie Kunst und Technologie miteinander verschmelzen können.