Was von der internationalen Ecsite-Konferenz in Heilbronn bleibt

Die Experimenta hat die diesjährige Fachkonferenz Ecsite in Heilbronn organisiert. Die Veranstalter ziehen nach Ende der dreitägigen Großveranstaltung eine positive Bilanz. Einen Kritikpunkt der Konferenzteilnehmer gibt es aber doch.

Von Annika Heffter Foto: Andreas Veigel

Drei Tage lang ist es auf der Theresienwiese rundgegangen. Vom 2. bis 4. Juni trafen sich dort 977 Menschen aus 47 unterschiedlichen Ländern zur Fachkonferenz Ecsite. Etwas ganz Besonderes, wenn nicht sogar eine der schönsten Ecsite-Konferenzen überhaupt: So beschreibt Bärbel Renner die Reaktionen von Teilnehmern auf das dreitägige Event. Die Kommunikationsleiterin des Science Centers Experimenta, das die Konferenz organisiert hat, ist begeistert: “Es war eine unglaubliche Atmosphäre.”

Ecsite-Teilnehmer tanzten barfuß auf der Theresienwiese

Besonders der Charakter der Konferenz mit einer Zeltstadt auf der Theresienwiese sowie das vielseitige Programm seien bei den Teilnehmern sehr gut angekommen. Nach dem Gala-Dinner am ersten Abend habe es zum Beispiel eine “mediterrane Nacht” gegeben – mit Lichtern, Straßenmusikanten, Ausgelassenheit. “Es wurde barfuß getanzt”, erzählt Renner. Nach den Jahren der Pandemie sei es für die Ecsite-Teilnehmer schön gewesen, wieder unbeschwert sein zu können.

Bei allem Lob: Die Verkehrsanbindung von Heilbronn, so Renner, sei von den internationalen Gästen teils heftig kritisiert worden. Wenn Teilnehmer aus dem Ausland vom Flughafen in Frankfurt oder Stuttgart nach Heilbronn noch einmal so viel Zeit brauche wie im Flugzeug selbst, sei das problematisch und für die Gäste ärgerlich.

Nachhaltigkeitsfestival Wild Spaces mit etwa 250 Besuchern pro Tag

Doch wie viel haben die Heilbronner von dem Trubel überhaupt mitbekommen? “Dadurch, dass das öffentliche Nachhaltigkeitsfestival Wild Spaces zur gleichen Zeit auf der Theresienwiese stattgefunden hat, gab es eine gute Durchmischung”, berichtet Renner.

Etwa 250 Besucher habe das Festival pro Tag gehabt, am Samstag 500. Am Sonntag musste Wild Spaces wegen des Unwetters früher abgebaut werden. “Viele Aussteller haben uns sehr gute Rückmeldungen gegeben. Ich denke, so eine Veranstaltung wie Wild Spaces werden wir wieder organisieren”, sagt Renner.

Die Ecsite-Teilnehmer seien zudem am Samstagabend vermehrt zum Abendessen in der Stadt unterwegs gewesen. Auch dadurch seien sie in der Stadt präsent gewesen und hätten ihrerseits einen guten Eindruck von Heilbronn bekommen.

Internationale Kontakte und Klimawäldchen bleiben

Diese Kontakte zu Menschen aus so vielen unterschiedlichen Ländern nennt Bärbel Renner auch als einen bleibenden Vorteil, der durch die Konferenz für die Stadt entstanden sei. Zudem bleibe das Klimawäldchen, das für die Ecsite-Konferenz auf der Theresienwiese errichtet wurde. Eine “Oase zum Erholen und Durchatmen” nennt Renner das Wäldchen. Bis zu fünf Grad kühler als auf der restlichen Theresienwiese sei es auf den 700 Quadratmetern während der Konferenz gewesen.

Außerdem, betont sie, seien für jeden Teilnehmer der Konferenz zehn Euro an das Waldprojekt “Unser Wald von morgen” des Landratsamts gespendet worden, also insgesamt fast 10.000 Euro. Damit würden Wiederaufforstungsprojekte im Landkreis Heilbronn unterstützt.

 

Mit freundlicher Genehmigung der Stimme Mediengruppe & der Heilronner Stimme