DHBW CAS

VON AUSLIEFERDROHNEN UND RADSCHNELLWEGEN – LOGISTIK 2030 IM SPANNUNGSFELD VON VERKEHRSWENDE UND WOHLSTANDSSICHERUNG

DATUM

15.02.2022|16:00
15.02.2022|17:30

Ort

Online-Veranstaltung

Veranstalter

Die Logistikbranche sorgt als drittgrößter Wirtschaftsbereich Deutschlands dafür, Produktionswerke zu ver- und entsorgen, Läger und Filialen des Handels zu bestücken sowie uns als Kunden zuhause mit Waren zu versorgen – dies jedoch im Hintergrund und oft ohne gesellschaftspolitische Unterstützung. Logistik ist das ungeliebte Kind der Deutschen, das Postulat der Nachhaltigkeit dominiert Politik und Gesellschaft: Lkw-Transporte, Luftfracht, Containerschiffe, Verteilzentren, alles ist emotional negativ besetzt, einerseits.

Andererseits jedoch sind globale Güterströme im Allgemeinen und der Online-Handel als Distributionskanal im Speziellen nicht mehr wegzudenken, der eben noch kritische Bürger erwartet zuverlässige Zustellungen und nebenbei noch einen täglich gut gefüllten Super- oder Drogeriemarkt – ein gefährlicher Widerspruch, sollte die angedachte Verkehrswende die Belange deutscher Standorte und Arbeitsplätze nicht berücksichtigen. Denn die Fremdvergabe betrieblicher Leistungen (Outsourcing) bei gleichzeitig globaler Arbeitsteilung (Offshoring) charakterisieren die moderne Wertschöpfung, nicht politisches Wunschdenken. Und helfen Fahrradschnellwege wirklich bei der Wiederbelebung der Innenstädte?

Im Vortrag zeigt Prof. Dr. Michael Schröder (Wissenschaftlicher Leiter des Masters Supply Chain Management, Logistics, Production und Professor für BWL – Spedition, Transport und Logistik an der DHBW Mannheim) anhand aktueller Zahlen und passender Beispiele, wie sich das Einkaufsverhalten von Personen und Unternehmen verändert, wie Logistik durch technische Entwicklungen (insbesondere autonomes Fahren, alternative Antriebe und Drohnen) Nachhaltigkeit vorantreiben wird, wie aber gleichzeitig die Vernachlässigung betrieblicher Erfordernisse entlang der Wertschöpfungskette unseren Wohlstand gefährdet.