Unterschiedliche Herangehensweisen an Nachhaltigkeit in Unternehmen: Neue Erkenntnisse aus der Hochschule Heilbronn

Von der EU getrieben: Die ESG-Orientierung im Fokus. Innovative Bachelorarbeit von Studenten Pascal Kast unter der Leitung von Professor Roland Alter beleuchtet das Engagement der DAX-40-Unternehmen.

Von Robert Mucha, Foto: DallE/Robert Mucha

Die Europäische Union setzt neue Maßstäbe für Unternehmen in Sachen Nachhaltigkeit. Das magische Wort in diesem Zusammenhang ist „ESG“, eine Abkürzung für Environmental (Umwelt), Social (Soziales) und Governance (Unternehmensführung). Doch wie weit sind Unternehmen in der Umsetzung dieser ESG-Kriterien wirklich? Und inwieweit spiegeln sich diese Ziele in der Vergütung der Unternehmensführung wider?

Innovative Bachelorarbeit beleuchtet das Engagement der DAX-40-Unternehmen 

Eine aktuelle Bachelorarbeit am Studiengang Betriebswirtschaft und Unternehmensführung (BU) der Hochschule Heilbronn, betreut von Professor Roland Alter und ausgeführt von Pascal Kast, liefert aufschlussreiche Antworten. Kast hat die Incentivesysteme der DAX-40-Unternehmen analysiert und dabei insbesondere deren Einbindung von ESG-Zielen untersucht, basierend auf den Berichten des Geschäftsjahres 2022.

Von Vorreitern bis Nachzüglern: Eine breite Varianz in der ESG-Integration

Die Ergebnisse der Studie zeigen eine überraschende Bandbreite. Während einige Unternehmen ESG-Ziele mit bis zu 27 Prozent in ihre Zielvergütung integrieren, haben andere fast keine oder gar keine ESG-Ziele in ihrem Incentivesystem. Dies weist auf eine klare Sensibilität für ESG-Themen hin, aber gleichzeitig auch auf signifikante Unterschiede in der Herangehensweise.

Beispielhafte Unternehmen und Entwicklungstrends 

Zu den führenden Unternehmen in dieser Hinsicht gehören die Deutsche Telekom und BMW, mit Volkswagen und Bayer im Mittelfeld. Am Ende des Spektrums stehen Firmen wie Porsche AG, QIAGEN und Henkel. Interessanterweise hat die Porsche AG kürzlich begonnen, ESG-Ziele in die Bezahlung ihrer Vorstandsmitglieder aufzunehmen, was einen positiven Trend in der Unternehmenslandschaft signalisiert.