Digitaler Wandel in der Sozialen Arbeit: DHBW CAS treibt Innovationen voran

Beim zweiten Barcamp des DHBW Center for Advanced Studies (DHBW CAS) stand die Frage im Mittelpunkt, wie digitale Mittel die Soziale Arbeit bereichern und erleichtern können. Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, dass Digitalisierung nicht nur möglich, sondern auch notwendig ist, um moderne Sozialarbeit zu gestalten.

Von Robert Mucha, Foto: DHBW CAS

In einer Welt, die zunehmend digitalisiert wird, stellt sich auch für die Soziale Arbeit die Frage nach dem Umgang mit dieser Entwicklung. Das DHBW Center for Advanced Studies (DHBW CAS) hat diese Herausforderung angenommen und bietet einen dualen Masterstudiengang an, der sich genau dieser Thematik widmet: Digitalisierung in der Sozialen Arbeit.

Der Fachkräftemangel in diesem Bereich macht den Bedarf an digitalen Lösungen dringender denn je. Doch trotz des offensichtlichen Bedarfs ist die Branche in Bezug auf die Digitalisierung oft noch zurückhaltend. Diesen Umstand adressierte das kürzlich stattgefundene zweite Barcamp des DHBW CAS. Bei dieser hybriden Veranstaltung, geleitet von Prof. Dr. Michael Batz und Karin Kießling von context YELLOWS GmbH, wurden aktuelle Möglichkeiten der Digitalisierung in der Sozialen Arbeit diskutiert.

„Wir dürfen Soziale Arbeit in einer digitalen Welt nicht nur analog denken“, betont Prof. Dr. Batz. Es ist ein Trugschluss zu glauben, dass Digitalisierung die zwischenmenschlichen Beziehungen bedroht. Ganz im Gegenteil: Digitale Tools sollen die Fachkräfte unterstützen und die Zwischenmenschlichkeit sogar stärken.

Das Barcamp, dessen offenes Format auf aktive Gestaltung und direkten Austausch setzt, bot Raum für Fachvorträge der Teilnehmer*innen, die Einblicke in ihre praktische Arbeit mit digitalen Tools gaben. Die Bandbreite der Themen war enorm – von digitalen Hilfen für Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung bis hin zu KI-gestützten Verfahren in der Altenpflege.

Die Resonanz der Teilnehmenden war durchweg positiv. Hanna Farnschläder, duale Masterstudentin, lobte das Format für seine Aktualität und Relevanz. Monika Bolz von der Stadt Heilbronn unterstrich die Bedeutung der digitalen Möglichkeiten in der Behindertenhilfe und den Wert des aufgebauten Netzwerks.

Die Begeisterung der Teilnehmer*innen zeigt deutlich, dass Digitalisierung in der Sozialen Arbeit ein gemeinschaftliches Projekt ist. Sie kann und muss von den Fachkräften vor Ort aktiv gestaltet und mitgetragen werden. Die Veranstaltung am DHBW CAS war ein wichtiger Schritt auf diesem Weg, indem sie die Branche ermutigte, die Chancen der Digitalisierung zu erkennen und zu nutzen.