Digitale Revolution im Handwerk: Künstliche Intelligenz als neuer Weggefährte

Von der Angst zur Chance: Wie rund 50 Handwerker im Heilbronner KI-Innovationspark IPAI lernen, mit Künstlicher Intelligenz (KI) nicht nur Geld zu sparen, sondern auch die Zukunft zu gestalten.

Von Robert Mucha, Foto: Robert Mucha / DallE

In Heilbronn, im Herzen des Innovationsparks IPAI, erlebt man, wie aus Skepsis Neugier wird. Es ist Donnerstagabend, und etwa 50 Handwerker haben sich hier versammelt, um zu erkunden, wie Künstliche Intelligenz ihr Handwerk bereichern kann. Ein Szenario, das gleichzeitig fasziniert und herausfordert: “Nur wer sich mit KI beschäftigt, kann auch die Risiken richtig einschätzen – und Geld sparen”, wie es in der Heilbronner Stimme zitiert wird.

Für Ralf Schnörr von der Handwerkskammer Heilbronn-Franken und Moritz Gräter, Geschäftsführer des IPAI, ist die Antwort auf die Frage nach dem Nutzen von KI im Handwerk glasklar: Es geht nicht darum, ob, sondern wie man diese Technologie nutzt, wie sie gegenüber der Heilbronner Stimme äußerten.

Die Kooperation zwischen der Handwerkskammer und dem IPAI, die erst kürzlich besiegelt wurde, markiert einen Wendepunkt. Die Veranstaltung ist ein erster Schritt, um Handwerkern die Berührungsängste mit KI zu nehmen. Schnörr beruhigt: “KI wird nie die handwerkliche Kunst ersetzen, aber sie kann bei Aufgaben wie Arbeitsvorbereitung oder Buchhaltung enorm unterstützen”, wie er der Heilbronner Stimme mitteilte.

Der Blick richtet sich auch auf die Zukunftsvisionen von Simon Hiller vom Ferdinand-Steinbeis-Institut und Philip Hutchinson vom AppliedAI Institute for Europe. Sie sprechen von digitalen Zwillingen und neuen Dienstleistungen, die Handwerker mithilfe der KI anbieten können. Hutchinson zeigt praktisch, wie schnell ein ChatGPT Kundenanfragen bearbeitet, aber er mahnt auch zur Vorsicht: “Blind verlassen sollte man sich nicht auf den Chatbot”, wie er der Heilbronner Stimme erklärte.

Miriam Biller betont die Wichtigkeit der Auseinandersetzung mit KI und der Kooperation mit Start-ups. “Manchmal haben Start-ups eine Lösung und suchen noch das Problem”, sagte sie der Heilbronner Stimme, was zeigt, wie Handwerker und neue Technologien voneinander profitieren können.

Philipp Göbels vom Fraunhofer IAO entmystifiziert KI für die Anwesenden: “KI ist kein Hexenwerk, sondern Mathematik.” Er demonstriert, wie KI Zeit und Geld spart, und unterstreicht, dass sich die Investition oft schon nach wenigen Monaten lohnt, wie er gegenüber der Heilbronner Stimme bemerkte.

Heilbronn positioniert sich damit als Vorreiter in der KI-Landschaft Europas. Der IPAI Space im Zukunftspark Wohlgelegen soll weiter wachsen und ein inklusives KI-Ökosystem schaffen, das Handwerk, Mittelstand und Bürger in die digitale Zukunft führt.